Ausbau B175

Manchmal braucht es einen langen Atem. Sehr langen.
Heute erfolgte der Spatenstich für den Neubau der Flutrinnenbrücke an der B 175 in Glauchau. Ein wichtiges und notwendiges Vorhaben für die Stadt und eine zentrale Verkehrsverbindung in unserer Region.
Für mich hat dieser Tag aber auch eine ganz persönliche Verbindung: Vor rund 30 Jahren bin ich als Schulkind mit dem Fahrrad auf der B 175 unterwegs gewesen – vorbei an den damaligen Protestplakaten gegen den geplanten Ausbau. Dass uns dieses Thema drei Jahrzehnte später noch immer beschäftigt, zeigt, welchen langen Atem Infrastrukturprojekte manchmal brauchen. Gott, bin ich alt geworden.
Umso wichtiger ist das heutige Signal: Der Bund steht dazu, die Infrastruktur, die Westsachsen wirtschaftlich vorangebracht hat, auch weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
Mit dem Brückenbau beginnt zugleich ein weiterer Abschnitt des geplanten Ausbaus der B 175. Über die Fortführung in Richtung Dennheritz wird es sicherlich noch Diskussionen geben – und die halte ich auch für richtig.
Denn nach rund 30 Jahren darf und muss man aus meiner Sicht auch fragen, ob eine damalige Planung heute noch in jedem Detail den tatsächlichen Anforderungen entspricht. Die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Verbindung sehe ich. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob der weitere Ausbau auf das heute notwendige Maß angepasst werden kann.
Infrastruktur weiterentwickeln und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Flächen, Natur und den Interessen der betroffenen Orte umgehen – beides muss zusammen gedacht werden.
Heute aber steht zunächst der Start des Brückenbaus im Mittelpunkt. Gut, dass es an dieser wichtigen Stelle endlich vorangeht.